Fachdiskussion

Mitarbeitende der Diakonie im Gespräch zu aktuellen Fachthemen Sozialer Arbeit und Interessantem aus benachbarten Disziplinen.

Dr. Andreas Dexheimer

Flüchtlingskinder als Zukunftsthema für soziale Arbeit (Dr. A. Dexheimer)

Flüchtlingskinder als Zukunftsthema für soziale Arbeit

Dr. Andreas Dexheimer
Geschäftsstellenleiter, Diakonie - Jugendhilfe Oberbayern, München

1.       Zielgruppe

Wir reden auf dieser Veranstaltung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die hier ankommen. Es geht aber in erster Linie darum, dass es Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind, die „einfach nur ein junger Mensch sein“ wollen und es auch sind, die die gleichen Bedarfe, Bedürfnisse, Interessen, Wünsche und Ängste haben, die sich manchmal ärgern, sich verlieben usw. Es geht um Kinder und Jugendliche und wir müssen aufpassen, dass wir in den Debatten und in unserer Arbeit mit jungen Flüchtlingen nicht Primär-Zielgruppen definieren – auf der einen Seite die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, auf der anderen Seite die anderen Kinder und Jugendlichen. Es geht um Kids und die Gemeinsamkeiten sind mit Sicherheit größer als das, was als Unterschied übrigbleibt. Die großen Herausforderungen haben eher etwas mit der Quantität zu tun, trotzdem geht es um Kinder, die sich hier momentan zu Recht aufhalten, die schlichtweg ein Recht auf Hilfe haben und als solche auch wahrgenommen werden sollten.

 

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]

Wirkungsorientierte Berichterstattung (Dr. A. Dexheimer)

Wirkungsorientierte Berichterstattung
im Diakonischen Werk Rosenheim

Dr. Andreas Dexheimer

 

1 Ausgangslage

Das Diakonische Werk des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks Rosenheim e. V. ist der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche im Dekanatsbezirk Rosenheim. Die ca. 1.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden engagieren sich in der Wohnungslosen-, Straffälligen-, Arbeitslosen- und Suchtkrankenhilfe sowie unter der Marke Jugendhilfe Oberbayern in der Elementarpädagogik, Jugend(sozial)arbeit sowie in der ambulanten und (teil)stationären Jugendhilfe.

Den Einrichtungen und Diensten des Diakonischen Werks Rosenheim liegt eine Vielzahl an Konzepten und Leistungsbeschreibungen zugrunde, die auf dem gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelten Leitbild und den trägerübergreifenden Qualitätsstandards basieren. Zudem liegen einheitliche Führungsgrundsätze vor. Durch zahlreiche Instrumente des Qualitätsmanagements werden die Umsetzung der Grundlagen, die Zufriedenheit der Anspruchsgruppen mit der Leistungserbringung und die intendierte Wirkung evaluiert. Die regelmäßig fortgeschriebene Wissensbilanz und das Finanzcontrolling liefern ebenfalls wichtige Erkenntnisse.

In vielen produktbezogenen Berichten und im trägerübergreifenden Jahresbericht werden die Entwicklung und Umsetzung (neuer) Konzepte sowie einzelne Prozesse und Ergebnisse dargestellt. Leider ist es bislang nicht gelungen, eine einheitliche und zugleich alle hier beschriebenen Aspekte berücksichtigende Berichterstattung einzuführen.

Daher entschloss sich das Diakonische Werk Rosenheim im Herbst 2012 zur Einführung einer auf dem Social Reporting Standard basierenden wirkungsorientierten Berichterstattung für alle Einrichtungen und Dienste.

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]

Hilfe für junge volljährige Flüchtlinge – § 41 SGB VIII (Dr. A. Dexheimer)

Forum „Hilfe für junge volljährige Flüchtlinge – § 41 SGB VIII“

Dr. Andreas Dexheimer
Geschäftsstellenleiter, Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern, München

1. Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Voraussetzungen der Hilfen für junge volljährige Flüchtlinge sind im SGB VIII klar und eindeutig formuliert. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf junge volljährige Flüchtlinge, allerdings betreffen viele der Fragen, die sich aus dem Thema ergeben, auch junge Volljährige ohne Fluchthintergrund.

Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung (§ 41 SGB VIII)

§ 41 SGB VIII bezieht sich auf Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung und eigenverantwortlichen Lebensführung. Die Hilfe wird solange gewährt, wie dies aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist (i. d. R. bis 21, maximal bis 27 Jahre). Auch nach Beendigung der eigentlichen Hilfe soll der junge Volljährige bei seiner Verselbstständigung im notwendigen Umfang beraten und unterstützt werden.

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]

weitere Autorinnen und Autoren

Abholberechtigung Dritter bei Trennung der Eltern (Denise Halama)

 

Abholberechtigung Dritter
bei Trennung der Eltern

Denise Halama

Denise Halama ist Erzieherin und Studierende an der katholischen Stiftungshochschule - Studiengang Kindheitspädagogik. In Ihrem Fachaufsatz für die Zeitschrift KiTa aktuell Bayern beschäftigt sich die Hausleiterin einer unserer Münchner Kindertagesstätten mit einem Alltagsproblem der Fachkräfte, der Abholungsregelung von Kindern durch Dritte.

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]

Versorgen oder Fördern (Veronika Ertl)

Versorgen oder Fördern
Veronika Ertl

 

Was brauchen Kinder?

Was brauchen Kinder? Diese Frage stellt sich im gesellschaftlichen Kontext immer wieder und wird kontrovers diskutiert, es ist jedoch alles andere als einfach, eine Antwort so zu formulieren, dass sie den Kindern auch gerecht wird. Mütter, Väter und Fachkräfte in sozialen Institutionen sehen sich täglich mit dieser Frage konfrontiert und sollen doch für jeden einzelnen Tag eine adäquate Lösung finden. Geht man von den "basic needs" aus, sind für Kinder vor allem Liebe, Zuwendung, Pflege und Nahrung unabdingbare Bedürfnisse. Kleinkinder fordern Zeit und Zuwendung von den Eltern bereits aktiv und zielgerichtet ein, Säuglinge hingegen benötigen noch die volle Hingabe der Eltern, die die Lautäußerungen und Bewegungen des Babys interpretieren müssen. Generell gilt, dass Kinder Wünsche und Bedürfnisse bemerkbar machen können und dies unabhängig von ihrem Lebensalter.

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]

Wissensbilanz (Rolf Negele)

Wissensbilanz
ein Instrument zur Steuerung sozialer Dienstleister

Rolf Negele

Das Konzept des Intellectual Capital Statements könnte Ausgangspunkt für die Lösung der heutigen internen und externen Steuerungsprobleme in Sozialen Dienstleistungsunternehmen sein, wenn es gelingt, dieses sowohl mit dem klassischen Rechnungswesen, als auch mit der Steuerung der operativen Prozesse zu verbinden, um die traditionellen Reporting Konzepte zu einem umfassenderen Corporate Reporting Modell (Unternehmensberichtswesen) zu erweitern.

[lesen Sie den ganzen Text bitte als PDF]